Nephrolepis (Schwertfarn)

Der Nephrolepis, besser bekannt als Schwertfarn oder einfach Farn, gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen überhaupt. Mit seinen leuchtend grünen, üppigen Wedeln bringt er im Handumdrehen ein Stück Wald in dein Zuhause und sorgt für eine frische, natürliche Atmosphäre. Doch der Farn sieht nicht nur gut aus: Er ist pflegeleicht, liebt eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit und trägt dazu bei, die Raumluft zu verbessern.

Zugegeben, sein botanischer Name ist nicht gerade leicht auszusprechen. Zum Glück macht der Schwertfarn das mit seinen vielen positiven Eigenschaften mehr als wett. Ein echter Klassiker, der sowohl Pflanzenanfänger als auch erfahrene Pflanzenfans begeistert. Überzeugt? Das dachte ich mir!

  • Braucht viel Wasser
  • Direktes Sonnenlicht
  • Im Sommer einmal im Monat düngen
  • Nicht giftig für Haustiere & Kinder
  • Alle zwei Jahre umtopfen

Über den Schwertfarn

Herkunft

Der Schwertfarn stammt ursprünglich aus den tropischen und subtropischen Regionen Neuseelands, Südostasiens sowie weiterer warmer Gebiete rund um den Globus. Dort wächst er vor allem in feuchten Wäldern, wo er den Waldboden mit seinen üppigen, grünen Wedeln bedeckt.

Sein botanischer Name "Nephrolepis" hat übrigens griechische Wurzeln: „Nephros“ bedeutet Niere und „Lepis“ bedeutet Schuppe. Die Namensgeber sahen in bestimmten Pflanzenteilen eine Ähnlichkeit zu kleinen, nierenförmigen Schuppen. Zugegeben, dafür braucht man heute etwas Fantasie, aber es macht die Geschichte hinter diesem beliebten Farn umso charmanter. So bringt der Schwertfarn nicht nur ein Stück tropische Natur ins Haus, sondern auch eine kleine Portion Pflanzen-Geschichte.

Luftreinigung

Diese Pflanze hat luftreinigende Eigenschaften. Schadstoffe wie Benzol und Formaldehyd und andere Feinstaubpartikel, die zum Beispiel aus dem Sofa oder dem Teppich kommen, werden von den Wurzeln dieser Pflanze in sauberen Sauerstoff umgewandelt. Um diesen Effekt zu erzielen, braucht man allerdings eine riesige Menge luftreinigender Pflanzen.

Giftigkeit

Der Nephrolepis ist nach unserem Stand nicht giftig für Katzen und Hunde.

Nephrolepis und Chlorophytum | Plantsome

Deinen Schwertfarn pflegen

Gießen

Der Farn hat einen guten Durst und mag es, wenn seine Erde leicht feucht bleibt. Gieße ihn daher regelmäßig, ohne dass die Erde dauerhaft nass wird. Seine Blätter verraten dir meist schnell, wenn etwas nicht stimmt: Werden sie braun oder trocken, bekommt er oft zu wenig Wasser oder die Luft ist zu trocken. Gelbe Blätter können hingegen auf zu viel Wasser hindeuten.

Gieße am besten entlang des Topfrandes statt direkt in die Mitte der Pflanze. So gelangt das Wasser besser zu den Wurzeln und die Pflanze bleibt schön voll. Bleibt die Mitte dauerhaft nass, kann der Farn dort mit der Zeit weniger Blätter bilden. Wichtig ist außerdem, überschüssiges Wasser aus dem Übertopf oder Untersetzer zu entfernen, denn dauerhaft nasse Wurzeln verträgt er nicht gut.

Als echter Waldbewohner liebt der Farn eine hohe Luftfeuchtigkeit. Er freut sich daher besonders, wenn du seine Wedel regelmäßig mit lauwarmem Wasser besprühst. Das hält die Blätter frisch und sorgt dafür, dass er sich wie zu Hause fühlt.

Licht und Standplatz

Der Nephrolepis liebt einen hellen Standort mit viel indirektem Licht. Direkte Sonne solltest du möglichst vermeiden, besonders in den Sommermonaten. Die empfindlichen Wedel können dabei schnell verbrennen und braune Flecken bekommen. Ein Platz mit gefiltertem Licht oder etwas Abstand zum Fenster ist daher ideal.

Komplett im Schatten fühlt sich der Farn allerdings ebenfalls nicht wohl. Bekommt er zu wenig Licht, wächst er langsamer und seine Blätter verlieren mit der Zeit an Kraft und Fülle. Der perfekte Standort liegt also irgendwo zwischen praller Sonne und dunkler Ecke: hell, aber geschützt.

Düngen

Einmal im Monat in den Sommermonaten ein bisschen extra Dünger, dann hast du einen zufriedenen Farn zu Hause!

Umtopfen

Dadurch, dass der Farn relativ langsam wächst, musst du ihn nicht häufig umtopfen, einmal in zwei bis drei Jahren ist meistens genug. Probiere dies im Sommer zu planen, sodass der Farn genug Energie hat, um den Umzug gut zu überstehen.

Schneiden und Blühen

Durch seine vielen Wedel kommt es beim Nephrolepis ganz natürlich vor, dass gelegentlich ältere Blätter braun werden oder vertrocknen. Diese kannst du einfach mit einer sauberen Schere möglichst nah an der Basis abschneiden. So sieht die Pflanze wieder frisch aus und kann ihre Energie in neues Wachstum stecken.

Wird dein Farn mit der Zeit etwas zu groß oder zu ausladend, kannst du auch einzelne lange Wedel einkürzen oder entfernen. Schneide sie dabei möglichst weit unten ab, damit die Pflanze ein schönes, natürliches Erscheinungsbild behält.

Hilfe für deinen Schwertfarn

Krankheiten
Ein Farn ist nicht sehr anfällig für Krankheiten, also wirst du hiermit nicht schnell Probleme haben. Wenn du doch merkst, dass Insekten oder andere Schädlinge im Farn sitzen, solltest du sie so schnell wie möglich bekämpfen.
Warum bekommt mein Schwertfarn braune Blattspitzen?
Braune Blattspitzen sind beim Schwertfarn meist ein Zeichen dafür, dass die Luft zu trocken ist. Gerade im Winter, wenn die Heizung läuft, kann die Luftfeuchtigkeit schnell sinken. Regelmäßiges Besprühen mit lauwarmem Wasser hilft oft schon dabei, das Problem zu reduzieren. Auch eine unregelmäßige Wasserversorgung kann braune Spitzen verursachen, daher sollte die Erde möglichst gleichmäßig leicht feucht bleiben.
Warum werden die Blätter meines Schwertfarns gelb?
Gelbe Blätter deuten häufig auf zu viel Wasser hin. Stehen die Wurzeln längere Zeit im Nassen, können sie Schaden nehmen und die Pflanze reagiert mit gelben Wedeln. Prüfe deshalb immer, ob überschüssiges Wasser aus dem Übertopf entfernt wurde. Gelegentlich vergilben auch ältere Blätter, das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge.
Warum verliert mein Schwertfarn so viele Blätter?
Dass hin und wieder ein älterer Wedel abstirbt, gehört zum natürlichen Wachstum des Farns. Verliert er jedoch auffällig viele Blätter, steckt oft Stress dahinter. Häufige Ursachen sind ein zu dunkler Standort, trockene Heizungsluft, Zugluft oder starke Schwankungen bei der Wasserversorgung. Wenn du für einen hellen Standort, ausreichend Luftfeuchtigkeit und gleichmäßige Feuchtigkeit in der Erde sorgst, erholt sich der Farn in der Regel schnell wieder.