Yucca (Palmlilie)

Die Yucca ist in Deutschland auch bekannt als die Palmlilie. Warum? Gute Frage, denn die Yucca ist nicht mal ein Teil der Familie der „echten“ Palmen. Er ist jedoch mit anderen so genannten "Sukkulenten" verwandt, wie der Dracaena, der Beaucarnea und der Cordyline. Diese stämmige Zimmerpflanze ist an die trockenen Wüsten von Mexiko und Texas gewöhnt, und hat deswegen nicht viele Ansprüche, was die Verpflegung angeht.

  • Braucht wenig Wasser
  • Direktes Sonnenlicht
  • Alle zwei Jahre umtopfen
  • Giftig für Haustiere & Kinder
  • Kein Dünger nötig

Über die Yucca Palme

Ursprung

Die Yucca ist in den trockenen Gebieten Mittelamerikas, Nordamerikas und der Karibik als echter Cowboy aufgewachsen. Im Süden Kaliforniens, in der Nähe des berühmten Joshua Tree Nationalparks, liegt das so genannte Yucca Valley. Du kannst es dir vorstellen, hier findest du ganz viele Yuccas! In der Wildnis werden diese Palmlilien super groß, und um sie etwas im Zaum zu halten, werden Stücke der Stämme abgesägt. Diese Stämme werden dann nach Holland weitergeschickt, in Erde getopft und dort wächst deine geliebte Zimmerpflanze dann weiter. Oh, die Wurzeln der Yucca werden übrigens in Haarspülung benutzt…

Giftigkeit

Leider ist die Yucca giftig, wenn man mit ihrem Saft in Berührung kommt. Passe also mit deinen Haustieren und Kindern auf.

Luftreinigung

Diese Pflanze hat luftreinigende Eigenschaften. Schadstoffe wie Benzol und Formaldehyd und andere Feinstaubpartikel, die zum Beispiel aus dem Sofa oder dem Teppich kommen, werden von den Wurzeln dieser Pflanze in sauberen Sauerstoff umgewandelt. Um diesen Effekt zu erzielen, braucht man allerdings eine riesige Menge luftreinigender Pflanzen. Noch mehr erfahren? Lies hier mehr!

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Deine Yucca Palme pflegen

Gießen

Bei der Yucca ist es wichtig, dass du regelmäßig gießt, aber er braucht pro Gießgang nicht viel. Im Winter findet die Yucca es gut, wenn die Erde komplett austrocknet, bevor die Pflanze wieder Wasser bekommt. Das bedeutet meistens, dass es reicht, der Yucca ein Mal in ein paar Wochen Wasser zu geben. Im Sommer verbraucht die Pflanze mehr Wasser, dann kannst du sie gießen, wenn die oberste Schicht der Erde trocken ist. Passe am besten immer auf, dass keine Schicht Wasser unten im Topf liegt, das findet die Yucca echt nicht prima. Wenn der Stamm unten weich wird, gibst du zu viel Wasser.

Licht und Standplatz

Die Yucca ist ein großer Fan von Sonnenlicht. Probiere also, ihn an einen Ort zu stellen, wo mindestens fünf Stunden Sonnenlicht pro Tag auf ihn scheint. Drei bis vier Meter weg von einem Fenster zum Süden, oder zwei Meter weg von einem Fenster zum Osten oder Westen sind geeignete Plätze. Am Anfang ist es gut, wenn du die Yucca erst an das direkte Sonnenlicht gewöhnst, denn sie wurde mit gefiltertem Licht gezüchtet. Im Sommer kann die Pflanze auch ruhig draußen stehen, solange es über 10 °C ist.

Düngen

Die Yucca braucht eigentlich keinen extra Pflanzendünger. Im Frühling und Sommer kann es der Pflanze etwas mehr Kraft geben, aber er überlebt auf jeden Fall auch ohne Dünger. Gib der Pflanze im Winter auf jeden Fall keinen Dünger, das beschädigt die Pflanze nämlich nur.

Umtopfen

Eine Yucca wächst nicht extrem schnell. Nur im Frühling und Sommer werden die Blätter etwas voller, aber du musst die Pflanze nicht jedes Jahr umtopfen. Meistens ist es ausreichend, die Pflanze alle drei Jahre in einen größeren Topf zu setzen. Der Topf sollte dann mindestens 20% größer sein, als der davor. Jedes Jahr kannst du die oberste Schicht der Erde erneuern, so kann die Yucca genügend Nährstoffe aus der Erde nehmen.

Schneiden und Blühen

Die Yucca musst du nur selten schneiden. Alte oder trockene Blätter an der Unterseite kannst du einfach entfernen, das ist ein ganz natürlicher Prozess. Wird die Pflanze zu groß, kannst du den Stamm sogar kürzen, an den Schnittstellen treiben meist neue Triebe aus.

Eine blühende Yucca sieht zwar beeindruckend aus, passiert im Wohnzimmer aber eher selten. Oft blüht sie nur, wenn sie etwas unter Stress steht, zum Beispiel durch Trockenheit oder starke Sonne. Keine Sorge also, wenn deine Yucca nie blüht, gesunde Pflanzen tun das drinnen meistens einfach nicht.

Hilfe für deine Yucca Palme

Krankheiten
Die Yucca ist zum Glück eine ziemlich robuste Pflanze, kann aber manchmal von Schildläusen oder Wollläusen befallen werden. Schau deshalb ab und zu zwischen die Blätter und an die Blattunterseiten, dort verstecken sich die kleinen Tierchen besonders gerne. Entdeckst du einen Befall, kannst du die Läuse meist schon mit einem warmen, feuchten Tuch entfernen. Wiederhole das am besten ein paar Mal im Abstand von einigen Tagen, damit auch wirklich alle verschwinden.
Warum bekommt meine Yucca gelbe Blätter?
Gelbe Blätter sind bei der Yucca meistens ein Zeichen für zu viel Wasser. Die Erde sollte zwischen den Wassergaben gut antrocknen können. Kontrolliere auch, ob überschüssiges Wasser aus dem Topf ablaufen kann, denn Staunässe mag die Yucca gar nicht.
Warum werden die Blattspitzen meiner Yucca braun?
Braune Spitzen entstehen oft durch trockene Heizungsluft, starke Sonne oder unregelmäßiges Gießen. Schneide die trockenen Spitzen vorsichtig ab und achte darauf, dass die Pflanze hell steht, aber nicht dauerhaft in der prallen Mittagssonne.
Warum wächst meine Yucca nicht mehr?
Vor allem im Winter macht die Yucca oft eine kleine Wachstumspause, das ist ganz normal. Steht sie allerdings dauerhaft sehr dunkel oder bekommt zu viel Wasser, kann das Wachstum ebenfalls stagnieren. Ein heller Standort und etwas weniger Wasser helfen der Pflanze meist schnell wieder auf die Beine.