Rhipsalis


Rhipsalis sieht aus wie ein Kaktus, hat aber mit trockener Wüstenkulisse überraschend wenig am Hut. Diese hängende Pflanze stammt nämlich aus tropischeren Regionen und mag es eher hell, warm und etwas luftfeuchter. Mit ihren feinen, langen Trieben bringt sie lässigen Dschungel-Look ins Wohnzimmer, ganz ohne Stacheldraht-Optik. Pflegeleicht ist sie trotzdem, solange du sie nicht wie einen klassischen Wüstenkaktus behandelst. Die Rhipsalis wird je nach Art auch als Korallenkaktus, Binsenkaktus oder Rutenkaktus bezeichnet.



  • Indirektes Sonnenlicht
  • Braucht wenig Wasser
  • Nicht giftig für Haustiere & Kinder
  • Alle 3-4 Jahre umtopfen
  • Kein Dünger nötig

Über die Rhipsalis

Ursprung

Rhipsalis-Kakteen stammen ursprünglich aus tropischen und subtropischen Regionen, vor allem aus Mittel- und Südamerika. Einige Arten kommen auch in Afrika, auf Inseln im Indischen Ozean und in Sri Lanka vor. In ihrer natürlichen Umgebung wachsen Rhipsalis-Kakteen oft nicht im Boden, sondern als sogenannte Aufsitzerpflanzen auf Bäumen oder Felsen. Dort genießen sie helles, gefiltertes Licht, warme Temperaturen und eine höhere Luftfeuchtigkeit.

Rhipsalis gehören zwar zu den Kakteen, sind aber keine typischen Wüstenbewohner. Während viele Kakteen Sonne und Trockenheit lieben, fühlen sich Rhipsalis eher im tropischen Schatten wohl. Also quasi der Kaktus, der lieber im Dschungel abhängt.

Giftigkeit

Rhipsalis gilt in der Regel als ungiftig für Menschen und Haustiere. Das macht sie zu einer angenehmen Wahl für Haushalte mit Kindern, Katzen oder Hunden.

Trotzdem sollten neugierige Mitbewohner natürlich nicht ständig an den Trieben knabbern, denn auch ungiftige Pflanzen können bei Verzehr den Magen reizen. Sicher ist sicher, und Pflanzen sind ja schließlich Deko, kein Snackbuffet.

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Deine Rhipsalis pflegen

Gießen

Rhipsalis möchten regelmäßiger gegossen werden als klassische Wüstenkakteen. Die Erde darf zwischen den Wassergaben leicht antrocknen, sollte aber nicht komplett austrocknen. Staunässe mag sie allerdings gar nicht. Gieße also lieber mäßig, aber regelmäßig, und achte darauf, dass überschüssiges Wasser gut ablaufen kann.

Licht und Standplatz

Rhipsalis-Kakteen mögen einen hellen Standort mit indirektem Licht. Direkte Mittagssonne kann ihre feinen Triebe schnell verbrennen, deshalb ist ein Platz ohne pralle Sonne ideal. Ein Ost- oder Westfenster passt oft gut. Steht sie zu dunkel, kann ihr Wachstum langsamer werden und die Triebe wirken weniger kräftig.

Düngen

In der Wachstumszeit von Frühling bis Sommer kannst du Rhipsalis etwa einmal im Monat mit etwas Kakteendünger oder Grünpflanzendünger versorgen. Verwende lieber eine schwächere Dosierung, denn diese Pflanze ist kein besonders großer Nährstoff-Junkie. Im Herbst und Winter braucht sie keinen Dünger, da darf sie einfach gemütlich abhängen.

Umtopfen

Rhipsalis muss nicht besonders oft umgetopft werden. Alle zwei bis drei Jahre reicht meistens völlig aus, oder wenn der Topf deutlich zu klein geworden ist. Verwende eine lockere, gut durchlässige Erde, zum Beispiel Kakteen- oder Sukkulentenerde mit etwas organischem Anteil. Wichtig ist, dass Wasser gut ablaufen kann, damit die feinen Wurzeln nicht zu nass stehen.

Schneiden und Blühen

Schneiden ist bei Rhipsalis-Kakteen nicht unbedingt nötig, kann aber helfen, die Pflanze in Form zu halten. Zu lange, kahle oder beschädigte Triebe kannst du vorsichtig abschneiden. Mit etwas Glück bildet Rhipsalis kleine, unauffällige Blüten. Diese sind nicht immer spektakulär, aber trotzdem ein schönes Zeichen dafür, dass sie sich wohlfühlt.

Hilfe für deinen Rhipsalis-Kaktus

Krankheiten
Rhipsalis-Kakteen sind recht pflegeleicht, können aber bei falscher Pflege Probleme bekommen. Zu viel Wasser führt schnell zu Wurzelfäule oder weichen Trieben. Zu viel direkte Sonne kann braune, trockene Stellen verursachen. Gelegentlich können auch Wollläuse oder Spinnmilben auftreten, besonders bei trockener Luft. Kontrolliere die Pflanze regelmäßig und reagiere früh, bevor aus ein paar kleinen Mitbewohnern eine ganze WG wird.
Warum werden die Triebe meiner Rhipsalis schrumpelig?
Schrumpelige oder schlaffe Triebe sind oft ein Zeichen dafür, dass die Rhipsalis zu wenig Wasser bekommt. Anders als klassische Wüstenkakteen mag sie es nicht knochentrocken. Gieße sie, sobald die obere Erdschicht angetrocknet ist, aber achte darauf, dass überschüssiges Wasser gut ablaufen kann.
Warum bekommt meine Rhipsalis braune Stellen?
Braune Stellen können durch zu viel direkte Sonne, zu trockene Luft oder falsches Gießen entstehen. Die Rhipsalis mag es hell, aber ohne pralle Mittagssonne. Steht sie zu sonnig, können ihre feinen Triebe schnell beleidigt reagieren. Weiche, matschige Stellen deuten eher auf zu viel Wasser hin.
Warum fallen einzelne Triebe meiner Rhipsalis ab?
Wenn Triebe abfallen, kann das an Trockenstress, Staunässe oder einem ungünstigen Standort liegen. Prüfe zuerst die Erde: Ist sie dauerhaft nass oder komplett ausgetrocknet? Am besten steht die Rhipsalis hell, warm und in gut durchlässiger Erde. Dann bleibt sie deutlich entspannter hängen.