Philodendron (Baumfreund)

Der Philodendron ist eine vertraute Präsenz in vielen Wohnzimmern und Büros. Der Baumfreund ist zwar schon seit Jahren bekannt, aber immer noch so beliebt wie eh und je. Philodendren begeistern mit ihren großen, leuchtend grünen Blättern, ihrer luftreinigenden Wirkung und ihrer unkomplizierten Pflege. Kurzum: Es gibt kaum einen guten Grund, keinen Philodendron zu Hause zu haben!

  • Braucht durchschnittlich Wasser
  • Halbschatten oder Schatten
  • Im Sommer alle zwei Wochen düngen
  • Alle zwei Jahre umtopfen
  • Giftig für Haustiere & Kinder

Über den Philodendron

Herkunft

Der Name Philodendron kommt aus dem Griechischen und hat eine sehr schöne Bedeutung. "Philo" bedeutet Liebe oder Leidenschaft und "Dendron" ist das griechische Wort für Baum. Also die Liebe zum Baum, etwas frei übersetzt. Das erklärt den deutschen Spitznamen „Baumfreund“. Obwohl der Name griechisch ist, findet man den Philodendron hauptsächlich in den Regenwäldern Südamerikas. Viele Philodendron-Arten sind Kletterpflanzen und man kann sie überall in den Regenwäldern beobachten, wie sie an ihren größeren Brüdern klettern. Heutzutage gibt es viele Philodendron-Arten, die man in deutschen Haushalten antreffen kann, wie zum Beispiel den Philodendron scandens, Philodendron atom, Philodendron hastatum und Philodendron minima. Vor allem die kletternden Philodendron Arten sind super beliebt.

Luftreinigung

Diese Pflanze hat luftreinigende Eigenschaften. Schadstoffe wie Benzol und Formaldehyd und andere Feinstaubpartikel, die zum Beispiel aus dem Sofa oder dem Teppich kommen, werden von den Wurzeln dieser Pflanze in sauberen Sauerstoff umgewandelt. Um diesen Effekt zu erzielen, braucht man allerdings eine riesige Menge luftreinigender Pflanzen.

Giftigkeit

Leider ist der Philodendron giftig für Haustiere und kleine Kinder. Besonders Katzen haben die Angewohnheit, Pflanzenblätter abzubeißen. Das bereuen sie allerdings schnell, denn sie können unter einem geschwollenen Hals, Magenkrämpfen und einigen anderen unangenehmen Auswirkungen leiden. Versuche also, Philodendrons von Haustieren und Kindern fernzuhalten. Sollte es passieren, dass dein vierbeiniger Freund den Philodendron mit einem Snack verwechselt, bringe ihn schnell zum Tierarzt.

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Deinen Philodendron pflegen

Gießen

Philodendren verbrauchen nicht viel Wasser, aber es ist wichtig, dass die Erde immer leicht feucht bleibt. Achte darauf, dass du deine Pflanze nicht übermäßig gießt. Übermäßiges Gießen ist der häufigste Grund dafür, dass der Philodendron sein schönes Aussehen verliert. Letztendlich kann sie sogar absterben, da zu viel Wasser zu Wurzelfäule führt. Stecke also regelmäßig ein Stäbchen oder einen Finger tief in die Erde, um zu prüfen, wie feucht die Erde im Topfboden noch ist.

Licht und Standplatz

Der Philodendron ist nicht sehr wählerisch, was seinen Standort angeht. Solange er nicht im direkten Sonnenlicht steht, ist es in Ordnung. Du kannst diese Zimmerpflanze sogar an einen schattigeren Platz im Haus stellen. In den meisten Fällen wird es ihr dort gut gehen. Wir raten, wie bei allen Zimmerpflanzen, den Philodendron hin und wieder zu drehen, damit sie nicht einseitig zum Licht hin wächst.

Düngen

Im Sommer kannst du deinen Philodendron alle zwei Wochen zusätzlich düngen. Im Herbst ist es nicht wirklich notwendig und im Winter kann es sogar schädlich für die Wurzeln deines Baumfreunds sein. Er verbraucht im Winter nämlich wenig Energie, wodurch alle Nährstoffe in der Erde bleiben und die Wurzeln beschädigen. Dadurch wird der Boden sehr sauer, was die Wurzeln nicht besonders mögen. Kurz gesagt, du solltest nur im Sommer Dünger hinzufügen, aber that’s it!

Umtopfen

Der Philodendron wächst nicht sehr schnell, aber wie bei allen Zimmerpflanzen ist es ratsam, der Pflanze alle paar Jahre einen größeren Topf zu geben. Dadurch können die Wurzeln weiterwachsen und etwas frische Erde gibt der Pflanze auch noch neue Nährstoffe. Einmal alle zwei Jahre oder so ist normalerweise ausreichend. Am besten ist es, am Ende des Winters oder im Frühjahr umzutopfen, damit sich dein grüner Freund in seiner Wachstumsperiode schnell von dem Umzug erholen kann.

Schneiden und Blühen

Wird dein Philodendron braun oder wirken die Blätter weich und schlapp, bekommt er wahrscheinlich zu viel Wasser. Lass die Erde erst leicht antrocknen, bevor du wieder gießt. Gelbe, hängende Blätter können auch auf zu viel direktes Licht hinweisen. Dann stellst du ihn am besten etwas weiter vom Fenster weg.

Braune oder beschädigte Blätter kannst du mit einer sauberen Schere nah am Stängel abschneiden. Zu lange Triebe dürfen ebenfalls gekürzt werden, am besten knapp über einem Blattknoten. Blühen kann ein Philodendron zwar, im Wohnzimmer passiert das aber eher selten. Er ist eben mehr Blattstar als Blütenwunder.

Hilfe für deinen Philodendron

Krankheiten
Ein weiterer Pluspunkt für den Philodendron: Er ist nicht sehr anfällig für Krankheiten. Natürlich kann es trotzdem passieren, dass deine Pflanze einen Läusebefall oder ähnliches bekommt. Solltest du also weiße Flecken oder andere verdächtige Tiere und Punkte an deinem grünen Freund sehen, schau genau hin, ob sie an einer Krankheit oder Schädlingen leidet.
Warum bekommt mein Philodendron braune Blätter?
Braune Blätter entstehen oft durch zu viel Wasser oder Staunässe. Lass die Erde erst leicht antrocknen, bevor du wieder gießt.
Warum werden die Blätter gelb?
Gelbe Blätter können auf zu viel Wasser, zu wenig Licht oder direkte Sonne hinweisen. Prüfe Standort und Erde, meist hilft schon ein kleiner Platzwechsel.
Warum wächst mein Philodendron kaum noch?
Zu wenig Licht, alte Erde oder zu wenig Nährstoffe können das Wachstum bremsen. Stelle ihn hell, aber ohne direkte Sonne, und dünge im Frühling und Sommer etwa alle 2 bis 4 Wochen.