Epiphyllum (Blattkaktus)

Der Epiphyllum, auch Blattkaktus genannt, ist ein Kaktus mit einem kleinen Identitätsproblem: Er sieht kaum aus wie ein klassischer Kaktus. Statt pieksiger Wüsten-Optik zeigt er lange, flache, blattähnliche Triebe und kann mit spektakulären Blüten überraschen. Viele Arten und Hybriden blühen nachts, was ihm einen ziemlich geheimnisvollen Auftritt verschafft. Ein Kaktus also, aber eher aus der Kategorie tropischer Drama-Star statt trockener Wüstenbewohner.

  • Indirektes Sonnenlicht
  • Braucht wenig Wasser
  • Nicht giftig für Haustiere & Kinder
  • Im Sommer einmal im Monat düngen
  • Jedes Jahr

Über den Blattkaktus

Ursprung

Der Epiphyllum stammt ursprünglich aus tropischen Regionen Mittel- und Südamerikas. Dort wächst er nicht klassisch im Boden, sondern oft als Aufsitzerpflanze auf Bäumen. Keine Sorge, er schadet dem Baum dabei nicht. Er nutzt ihn hauptsächlich als gemütlichen Platz mit etwas Höhe, Licht und guter Luftzirkulation. Genau deshalb mag der Blattkaktus es auch bei dir zuhause luftig, hell und nicht zu nass.

Giftigkeit

Der Epiphyllum gilt nicht als klassische Giftpflanze. Für Haushalte mit Haustieren oder Kindern ist er daher meist eine unkompliziertere Wahl als viele andere Zimmerpflanzen.

Trotzdem gilt: Pflanze bleibt Pflanze und kein Snack. Wenn neugierige Katzen, Hunde oder Kleinkinder an den Trieben knabbern, kann das trotzdem den Magen reizen. Stelle ihn deshalb am besten außer Reichweite kleiner Pflanzenverkoster.

Deinen Epiphyllum pflegen

Gießen

Der Epiphyllum ist zwar ein Kaktus, möchte aber nicht behandelt werden wie ein Wüstenkaktus. Während der Wachstumszeit mag er regelmäßiges Wasser, sobald die obere Erdschicht leicht angetrocknet ist. Die Erde sollte leicht feucht, aber niemals nass sein. Staunässe findet er ungefähr so charmant wie nasse Socken. Im Winter darfst du deutlich sparsamer gießen, da der Blattkaktus dann weniger wächst und weniger Wasser braucht.

Licht und Standplatz

Der Blattkaktus steht am liebsten hell, aber ohne pralle Mittagssonne. Ein Platz mit viel indirektem Licht ist ideal. Zu viel direkte Sonne kann seine flachen Triebe verbrennen, zu wenig Licht macht ihn wachstumsfaul und blühfaul. Im Sommer kann er auch an einen geschützten, halbschattigen Platz draußen ziehen, solange es warm genug ist. Kälte mag er nämlich gar nicht.

Düngen

In der Wachstumszeit von Frühling bis Sommer freut sich der Epiphyllum etwa einmal im Monat über etwas Dünger. Verwende am besten einen Kakteendünger oder einen mild dosierten Zimmerpflanzendünger. Zu viel Dünger ist nicht nötig, denn der Blattkaktus ist kein Bodybuilder. Im Herbst und Winter legst du das Düngen am besten auf Eis, damit die Pflanze ihre Ruhephase einhalten kann.

Umtopfen

Der Epiphyllum muss nicht ständig umgetopft werden. Alle zwei bis drei Jahre reicht meist völlig aus. Er mag ein lockeres, gut durchlässiges Substrat, zum Beispiel eine Mischung für Kakteen oder Epiphyten. Wichtig ist, dass überschüssiges Wasser gut ablaufen kann. Wähle den neuen Topf nur etwas größer als den alten, denn zu viel Erde speichert schnell zu viel Feuchtigkeit.

Schneiden und Blühen

Du kannst den Epiphyllum schneiden, wenn seine Triebe zu lang, beschädigt oder etwas chaotisch geworden sind. Schneide am besten mit einer sauberen Schere direkt an einem Triebansatz. Mit etwas Glück bedankt sich dein Blattkaktus irgendwann mit beeindruckenden Blüten. Viele Epiphyllum-Arten und -Hybriden blühen besonders schön, wenn sie hell stehen, nicht zu nass gehalten werden und im Winter eine etwas kühlere Ruhephase bekommen. Die Blüten halten oft nicht lange, machen dafür aber ordentlich Eindruck.

Hilfe für deinen Blattkaktus

Krankheiten
Der Epiphyllum ist grundsätzlich recht pflegeleicht, kann aber bei trockener Luft oder geschwächter Pflege von Wollläusen, Schildläusen oder Spinnmilben besucht werden. Kontrolliere besonders die Triebe und Triebansätze regelmäßig.

Bei zu viel Wasser kann außerdem Wurzelfäule entstehen. Gelbliche, weiche oder matschige Triebe sind oft ein Zeichen dafür, dass dein Blattkaktus zu nass steht. Dann heißt es: weniger gießen, Substrat prüfen und bei Bedarf umtopfen.
Warum bekommt mein Epiphyllum gelbe Triebe?
Gelbe Triebe entstehen oft durch zu viel Wasser, zu wenig Licht oder einen Standortwechsel. Prüfe zuerst, ob die Erde dauerhaft nass ist. Wenn ja, gieße weniger und achte darauf, dass überschüssiges Wasser gut ablaufen kann.
Warum blüht mein Epiphyllum nicht?
Wenn der Blattkaktus nicht blüht, steht er oft zu dunkel oder hatte keine Ruhephase. Ein heller Standort ohne pralle Sonne und etwas weniger Wasser im Winter können helfen, die Blütenbildung anzuregen.
Warum werden die Triebe meines Epiphyllum weich oder matschig?
Weiche oder matschige Triebe sind häufig ein Zeichen für zu viel Wasser oder Wurzelfäule. Nimm die Pflanze aus dem Topf, kontrolliere die Wurzeln und entferne matschige Stellen. Danach setzt du sie am besten in frisches, luftiges Substrat.