Aeschynanthus (Schamblume)

Aeschynanthus, besser bekannt als Schamblume, klingt vielleicht etwas schüchtern, sieht aber ganz und gar nicht so aus. Ihre auffälligen Blüten wirken eher so, als hätte die Pflanze sich Lippenstift aufgetragen und beschlossen, heute im Mittelpunkt zu stehen.

Der Name „Schamblume“ kommt übrigens von der besonderen Form ihrer Blüten, die sich oft erst halb versteckt zeigen, bevor sie richtig aufgehen. Ursprünglich kommt sie aus tropischen Regionen Asiens, wo sie gerne als Aufsitzerpflanze auf Bäumen wächst. Also keine Sorge, sie hängt nicht faul herum, sie lebt einfach ihren natürlichen Dschungel-Lifestyle.

  • Braucht viel Wasser
  • Indirektes Sonnenlicht
  • Alle zwei Jahre umtopfen
  • Nicht giftig für Haustiere & Kinder
  • Im Sommer einmal im Monat düngen

Über die Aeschynanthus

Ursprung

Aeschynanthus, besser bekannt als Schamblume, stammt ursprünglich aus den tropischen und subtropischen Regionen Asiens. Dort wächst sie vor allem in feucht-warmen Wäldern, oft nicht direkt im Boden, sondern als Aufsitzerpflanze auf Bäumen. Das bedeutet: Sie nutzt Äste und Baumstämme als gemütlichen Wohnort, ohne der Wirtspflanze zu schaden.

Ihre hängenden Triebe sind also kein Zufall, sondern ein echtes Erbstück aus dem Dschungel. In ihrer Heimat lässt sich die Schamblume gerne von Ästen herunterbaumeln und bringt mit ihren auffälligen Blüten ein bisschen Farbe ins tropische Blätterchaos. Im Wohnzimmer macht sie im Grunde genau dasselbe, nur mit weniger Affen im Hintergrund.

Luftreinigung

Diese Pflanze hat luftreinigende Eigenschaften. Schadstoffe wie Benzol und Formaldehyd und andere Feinstaubpartikel, die zum Beispiel aus dem Sofa oder dem Teppich kommen, werden von den Wurzeln dieser Pflanze in sauberen Sauerstoff umgewandelt. Um diesen Effekt zu erzielen, braucht man allerdings eine riesige Menge luftreinigender Pflanzen.

Giftigkeit

Die Schamblume gilt als ungiftig für Menschen und Haustiere. Trotzdem ist sie natürlich nicht als Snack gedacht. Wird zu viel davon angeknabbert, kann es bei empfindlichen Mägen trotzdem zu leichten Beschwerden kommen. Am besten also: anschauen ja, anknabbern lieber nein.

Deine Schamblume pflegen

Gießen

Die Aeschynanthus mag es beim Gießen gerne regelmäßig, aber nicht zu nass. Ihre Erde darf leicht feucht bleiben, sollte aber nie komplett durchnässt sein. Staunässe findet die Schamblume nämlich gar nicht lustig und reagiert darauf schnell mit gelben Blättern oder faulen Wurzeln.

Gieße am besten erst, wenn die oberste Erdschicht leicht angetrocknet ist. Im Sommer braucht sie meist etwas mehr Wasser, im Winter darfst du etwas sparsamer sein. Lauwarmes, kalkarmes Wasser ist für diese tropische Schönheit besonders angenehm.

Licht und Standplatz

Die Aeschynanthus steht am liebsten an einem hellen Platz mit viel indirektem Licht. Direkte Mittagssonne ist ihr zu intensiv und kann die Blätter verbrennen. Zu dunkel sollte sie aber auch nicht hängen, denn dann bildet sie oft weniger Blüten.

Ein Platz am Ost- oder Westfenster ist ideal. Da ihre Triebe gerne nach unten wachsen, macht sie sich besonders gut in einer Ampel oder auf einem höheren Regal. So kann die Schamblume ganz entspannt zeigen, was sie kann.

Düngen

Die Aeschynanthus freut sich während der Wachstumszeit über etwas zusätzliche Nahrung. Von Frühling bis Herbst kannst du sie etwa alle 2 bis 4 Wochen mit flüssigem Zimmerpflanzendünger versorgen.

Im Winter braucht die Schamblume kaum Dünger, da sie dann langsamer wächst. Wichtig ist: lieber etwas weniger düngen als zu viel, denn bei zu viel des Guten kann sie empfindlich reagieren.

Umtopfen

Die Aeschynanthus muss nicht ständig umgetopft werden. In der Regel reicht es, sie etwa alle 2 Jahre in einen etwas größeren Topf zu setzen. So bekommen die Wurzeln wieder mehr Platz und die Erde bleibt schön frisch.

Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist im Frühjahr, wenn die Schamblume wieder aktiver wächst. Verwende am besten lockere, gut durchlässige Erde, damit überschüssiges Wasser leicht ablaufen kann. Staunässe mag sie nämlich gar nicht.

Schneiden und Blühen

Die Aeschynanthus muss nicht regelmäßig geschnitten werden, verträgt aber einen kleinen Rückschnitt sehr gut. Lange oder kahle Triebe kannst du am besten nach der Blüte etwas einkürzen. So bleibt die Schamblume schön voll und wächst kompakter weiter.

Ihre auffälligen Blüten erscheinen meist bei guten Lichtverhältnissen und wenn sie sich rundum wohlfühlt. Verblühte Blüten darfst du vorsichtig entfernen, damit die Pflanze ihre Energie in neue Triebe und Blüten stecken kann.

Hilfe für deine Aeschynanthus

Krankheiten
Die Aeschynanthus ist insgesamt recht robust, kann bei trockener Luft oder falschem Standort aber anfällig für Schädlinge werden. Besonders Spinnmilben, Wollläuse und Blattläuse können gelegentlich auftauchen.

Kontrolliere deshalb regelmäßig die Blattunterseiten und Triebe. Entdeckst du kleine Tierchen oder klebrige Stellen, solltest du die Pflanze abduschen und die Blätter mit einem feuchten Tuch reinigen. Bei stärkerem Befall hilft eine Behandlung mit einem geeigneten Pflanzenspray oder einer Mischung aus Wasser und etwas grüner Seife. Wichtig ist, die Behandlung nach einigen Tagen zu wiederholen, damit auch die letzten ungebetenen Gäste verschwinden.
Warum bekommt meine Aeschynanthus gelbe Blätter?
Gelbe Blätter entstehen oft durch zu viel Wasser oder Staunässe. Die Schamblume mag leicht feuchte Erde, aber keine nassen Füße. Lass die oberste Erdschicht vor dem nächsten Gießen leicht antrocknen und prüfe, ob überschüssiges Wasser gut ablaufen kann.
Warum blüht meine Schamblume nicht?
Wenn die Aeschynanthus nicht blüht, steht sie oft zu dunkel. Sie braucht einen hellen Platz mit viel indirektem Licht, aber keine direkte Mittagssonne. Auch zu viel Wasser oder häufiges Umstellen können dazu führen, dass sie lieber Drama macht statt Blüten.
Warum fallen Blätter oder Blüten ab?
Blatt- oder Blütenfall kann durch Standortwechsel, Zugluft, trockene Luft oder unregelmäßiges Gießen entstehen. Die Schamblume mag es warm, hell und möglichst gleichmäßig. Hat sie sich einmal eingelebt, zeigt sie meist wieder ihre entspannte, hängende Seite.