Sansevieria (Bogenhanf)

Die Sansevieria (oder Sanseveria) ist eine der pfegeleichtesten Pflanzen. Die einzige Möglichkeit, diese Pflanze zu töten, ist durch zu viel Wasser. Diese ursprünglich afrikanische Pflanze ist in Deutschland auch als Bogenhanf, und in Belgien als Frauenzunge bekannt. Wir fragen uns, warum...

  • Braucht wenig Wasser
  • Wenig Ansprüche
  • Alle 3-4 Jahre umtopfen
  • Leicht giftig für Haustiere und Kinder
  • Kein Dünger nötig

Über die Sansevieria

Ursprung

Die Sansevieria, besser bekannt als Bogenhanf, stammt ursprünglich aus den trockenen und tropischen Regionen Westafrikas. Dort musste sie lernen, mit viel Sonne, wenig Wasser und ziemlich rauen Bedingungen klarzukommen. Genau deshalb ist sie heute auch so eine entspannte Zimmerpflanze, die dir kleine Pflegefehler nicht sofort übelnimmt.

Früher stand der Bogenhanf übrigens nicht nur dekorativ herum. Die langen, stabilen Fasern in den Blättern wurden zur Herstellung von Seilen und sogar Bogensehnen verwendet. Daher kommt auch der Name „Bogenhanf“. Eigentlich also eine Art grüne Mischung aus Zimmerpflanze und Survival-Tool. Zum Glück muss deine Sansevieria heute nur noch gut aussehen und ab und zu gegossen werden.

Giftigkeit

Der einzige Haken an dieser Wunderpflanze: Sie ist leicht giftig. Passe also auf, dass deine Kinder und Haustiere nicht an der Pflanze knabbern. Das kann starke Bauchschmerzen verursachen!

Luftreinigung

Diese Pflanze hat luftreinigende Eigenschaften. Schadstoffe wie Benzol und Formaldehyd und andere Feinstaubpartikel, die zum Beispiel aus dem Sofa oder dem Teppich kommen, werden von den Wurzeln dieser Pflanze in sauberen Sauerstoff umgewandelt. Um diesen Effekt zu erzielen, braucht man allerdings eine riesige Menge luftreinigender Pflanzen.

Deinen Bogenhanf pflegen

Gießen

Die Sansevieria gehört zu den pflegeleichtesten Zimmerpflanzen überhaupt und braucht nur sehr wenig Wasser. Im Winter kommt sie oft problemlos mehrere Wochen ohne Gießen aus, im Sommer reicht meistens einmal alle zwei Wochen. Wichtig ist vor allem, dass die Erde vollständig austrocknet, bevor du erneut gießt.

Prüfe deshalb nicht nur die oberste Erdschicht, sondern stecke deinen Finger ruhig etwas tiefer in die Erde. Fühlt es sich dort noch feucht an, wartet die Pflanze lieber noch ein paar Tage länger auf Wasser. Der Bogenhanf speichert Feuchtigkeit nämlich in seinen dicken Blättern und kommt mit Trockenheit deutlich besser klar als mit nassen Füßen. Im Zweifel gilt also: lieber einmal zu wenig gießen als einmal zu viel.

Licht und Standplatz

Bei der Sansevieria musst du dir über den Standort wirklich nicht zu viele Gedanken machen. Viel Licht, wenig Licht, Sonne oder Halbschatten, diese Pflanze macht fast alles mit. Man fragt sich tatsächlich irgendwann, ob sie überhaupt irgendwelche Ansprüche hat.

Ganz egal ist ihr Licht allerdings doch nicht. Ursprünglich stammt der Bogenhanf aus trockenen, sonnigen Regionen und fühlt sich deshalb an einem hellen Platz besonders wohl. Dort wachsen die Blätter meist kräftiger und die Musterung kommt schöner zur Geltung. Aber auch in dunkleren Ecken hält die Sansevieria erstaunlich lange durch. Nur komplett ohne Licht solltest du sie nicht abstellen, selbst diese Überlebenskünstlerin braucht ab und zu ein bisschen Sonne.

Düngen

Die Sansevieria ist so pflegeleicht, dass sie eigentlich kaum Dünger braucht. In frischer Blumenerde hat sie oft schon genug Nährstoffe, um lange problemlos zu wachsen. Wenn du möchtest, kannst du ihr im Frühling oder Sommer einmal ab und zu etwas Zimmerpflanzendünger geben, nötig ist das aber meistens nicht.

Zu viel Dünger mag der Bogenhanf sogar eher weniger. Die Pflanze wächst von Natur aus langsam und kommt mit wenig Nährstoffen bestens klar. Wer also öfter vergisst zu düngen, macht bei der Sansevieria überraschend viel richtig.

Umtopfen

Man könnte fast meinen, die Sansevieria hätte irgendwo einen versteckten Haken, aber selbst beim Umtopfen bleibt sie angenehm unkompliziert. Du kannst sie direkt nach dem Kauf umtopfen oder einfach warten, bis sie nach ein paar Jahren langsam ihren Topf sprengt. Ja, das passiert beim Bogenhanf tatsächlich manchmal.

Wenn es Zeit für einen neuen Topf wird, wähle am besten ein Modell, das etwa 20 % breiter ist als der alte. So bekommen die Wurzeln genug Platz, um weiterzuwachsen. Allzu oft musst du das Ganze aber nicht machen, denn die Sansevieria wächst eher gemütlich als im Turbomodus.

Schneiden und Blühen

Die Sansevieria braucht eigentlich keinen Rückschnitt. Sie wächst langsam, bleibt relativ kompakt und macht deshalb nur selten Probleme mit ihrer Größe. Meistens reicht es schon, alte oder beschädigte Blätter direkt unten an der Basis abzuschneiden.

Verfärbte oder gelbe Blätter entstehen oft, wenn der Standort plötzlich heller oder dunkler wird oder wenn die Pflanze etwas zu viel Wasser bekommen hat. Keine Panik also, der Bogenhanf ist ziemlich robust. Besonders überraschend: Mit etwas Glück kann deine Sansevieria sogar blühen. Das passiert in Wohnzimmern zwar eher selten, sieht aber ziemlich besonders aus. Die Blüten kosten die Pflanze allerdings viel Energie, deshalb schneiden manche Pflanzenfans sie lieber ab. Schönheit hat offenbar auch im Pflanzenreich ihren Preis.

Hilfe für deinen Bogenhanf

Krankheiten
Die Sansevieria ist zum Glück ziemlich widerstandsfähig und hat nur selten Probleme mit Krankheiten oder Schädlingen. Ab und zu kann sich mal eine Laus auf den Blättern verirren, besonders wenn die Luft sehr trocken ist. Dank ihrer festen, kräftigen Blätter steckt der Bogenhanf das aber meistens locker weg.

Entdeckst du kleine ungebetene Gäste, reicht oft schon ein kräftiger Wasserstrahl oder ein feuchtes Tuch, um sie zu entfernen. Kontrolliere dabei besonders die Blattunterseiten und die Stellen, an denen die Blätter zusammenkommen. Mit ein bisschen Aufmerksamkeit bleibt deine Sansevieria normalerweise jahrelang gesund und zufrieden.
Warum bekommt meine Sansevieria gelbe Blätter?
Gelbe Blätter sind bei der Sansevieria meistens ein Zeichen von zu viel Wasser. Die Pflanze speichert Feuchtigkeit in ihren dicken Blättern und kommt deutlich besser mit Trockenheit klar als mit dauerhaft nasser Erde. Lass die Erde vor dem nächsten Gießen immer komplett austrocknen und prüfe auch die unteren Erdschichten im Topf.
Warum werden die Blätter meiner Sansevieria weich oder fallen um?
Weiche oder umknickende Blätter entstehen oft durch zu viel Wasser oder Staunässe. In manchen Fällen kann auch Wurzelfäule die Ursache sein. Kontrolliere deshalb die Wurzeln und entferne matschige Stellen. Danach die Pflanze am besten in frische, gut durchlässige Erde setzen und künftig sparsamer gießen.
Warum wächst meine Sansevieria kaum?
Keine Sorge, die Sansevieria gehört von Natur aus zu den langsam wachsenden Zimmerpflanzen. Besonders an dunkleren Standorten oder im Winter legt sie oft eine kleine Wachstumspause ein. Mit etwas mehr Licht und Geduld kommen aber normalerweise nach einiger Zeit wieder neue Blätter dazu.