Kaktus (Euphorbia)

Kakteen sind die Pflanzen, an die als erstes gedacht wird, wenn es um einfache Pflanzen geht. Das kommt auch nicht ohne Grund, denn ein Kaktus ist quasi unverwundbar. Im Winter können Kakteen auch monatelang ohne Wasser überleben, und es macht ihnen auch nicht so viel aus, wie viel Licht sie bekommen. Kurz gesagt: Ideal, wenn du weniger grüne Daumen hast. Kaktus ist ein Überbegriff für hunderte verschiedene Pflanzen, aber sie haben fast alle eine Sache gemeinsam: Stacheln. Und ja, die tun ganz schön weh, also passe am besten beim kuscheln mit Kakteen auf. Übrigens ist ein Kaktus ein Sukkulent, aber nicht alle Sukkulenten sind Kakteen.

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  • sehr wenig
  • Alle 3 Jahre
  • Nicht luftreinigend
  • Wenige ansprüche
  • Leicht giftig
  • Nicht nötig

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  • insgesamt gibt es 1500 Sorten in der Kakteen Familie. Denke da mal an ein Familientreffen... Man sieht Kakteen derzeit in ungefähr allen tropischen Ländern, aber ursprünglich kommen sie vom afrikanischen Kontinent. Es gibt in Europa und Afrika viele andere Sukkulenten, auch mit Stacheln, aber diese gehören nicht zur Kaktusfamilie. Ein Kaktus wird neben seinen dekorativen Eigenschaften auch anders benutzt. In Ländern des Mittelmeerraums wird die Opuntia zum Beispiel als Abrenzug der Grundstücke benutzt, wie Stacheldraht in anderen Ländern. In Mexiko werden manche Kakteen benutzt, um alkoholische Getränke zu machen, und andere Kakteen werden sogar auch psychedelische Drogen genommen.
  • Der Kaktus an sich wächst sehr langsam, und ist dadurch auch kein richtig guter Luftreiniger. Es wäre auch gegenüber anderen Pflanzen nicht fair gewesen, wenn der Kaktus auch noch im Luftreinigen gut gewesen wäre…
  • Es ist von Kaktus zu Kaktus unterschiedlich ob sie giftig sind oder nicht, aber allgemein ist es nicht praktisch, den Kaktussaft auf die Haut zu bekommen oder schmieren. Auf der anderen Seite sind manche Kaktussorten auch essbar.
  • Beim Gießen eines Kaktusses gibt es nur eine Regel: Nicht zu viel Wasser geben. Erst wenn die Erde wieder echt komplett trocken ist, braucht der Kaktus wieder Wasser. Diese Wüstenpflanzen haben nämlich fast keine Poren in ihrer Haut, dadurch kann das Wasser nicht gut verdampfen. Außerdem können Kakteen mehr als das doppelte ihres eigenen Gewichts an Wasser aufsaugen, sodass sie eine gute Reserve haben. Das ist schon praktisch, wenn es in der Wüste nur einmal in ein paar Monaten regnet. Im Winter kann ein Kaktus ruhig zwei Monate ohne Wasser auskommen, im Sommer brauchen sie etwas mehr Wasser.
  • Auch der Standort der Kakteen ist super einfach, es macht ihnen nämlich nicht viel aus, wo sie stehen. Passe nur auf, dass der Kaktus im Sommer nicht direkt im Sonnenlicht steht, daran sind sie mit unserem Klima nicht mehr gewöhnt und können darunter leiden. Nur Kreisförmige Kakteen haben hiermit kein Problem, deren Haare dienen nämlich als eine Art von UV Sonnenschutz, sodass sie nicht verbrennen können. Deswegen ist ein schattiger Platz kein Problem für einen Kaktus. Allgemein gilt, dass je dunkler die Blätter sein, desto besser kann die Pflanze im Schatten stehen. Deswegen kann der bekannte Euphorbia Kaktus zum Beispiel prima an dunkleren Orten stehen.
  • Dadurch, dass der relativ langsam wächst, braucht er auch nicht viel extra Dünger. Es ist also nicht unbedingt nötig, um deinem Kaktus extra dünger zu geben. Falls du das trotzdem gerne tun würdest, gib den Dünger dann im Frühling oder Sommer, denn dann ist der Kaktus in seiner Wachstumsphase und verarbeitet den Dünger besser. Im Winter sind Kakteen im Winterschlaf, weswegen es schädlich ist, wenn er extra Dünger bekommt.
  • Das Umtopfen eines Kaktus ist eine richtige Aufgabe, mit seinem kratzbürstigen… Charakter. Ziehe am besten immer Handschuhe an, wenn du den Kaktus umtopfst und mache dies nur, wenn es echt notwendig ist. Zum Glück ist das nicht oft nötig, da Kakteen recht langsam wachsen und lange im selben Topf glücklich sein kann. Erst wenn du merkst, dass die Wurzeln des Kaktus gegen die Außenseite des Topfes drücken, kannst du ihn ruhig umtopfen.
  • Zum Glück bekommen Kakteen nicht so schnell braune Blätter, aber es kann natürlich vorkommen, dass der Kaktus sehr groß wird. Dann kannst du ihn eventuell auf die gewünschte Größe kürzen. Das klingt vielleicht drastisch, aber es ist nicht so schlimm. Du entfernst dann am besten die Zweige des Kaktus, den du zu groß findest. Das kannst du am besten tun, indem du sie mit einem scharfen Messer direkt am Stamm abzuschneiden. Dort entsteht dann eine Art Wunde, aus der der Kaktus etwas bluten wird. Dieses Blut ist leicht giftig, pass‘ also auf, wenn Kinder oder Haustiere rumrennen! Vor allem der weiße Saft, der Wolsfmilch genannt wird, ist sehr giftig. Das Bluten kannst du mit Asche stoppen, von zum Beispiel Zigaretten, oder die Wunde wird von selbst wieder zuwachsen. Hier kann sein, dass hier dann neue Zweige wachsen, aber das ist nicht garantiert. Kakteen können wunderschöne Blumen bekommen, das passiert im Frühling, wenn die Kakteen in ihrer Wachstumsphase sind. Passe aber auf, denn manche Kakteensorten sterben, wenn sie in der Blütezeit waren, denn es kostet sehr viel Energie.
  • Im Prinzip leiden Kakteen nicht schnell von Schädlingen oder Krankheiten, aber hohe Luftfeuchtigkeit kann eventuell zu Schimmel führen. Manchmal kommt es auch vor, dass ein Kaktus an Wollläusen leidet. Du kannst sie versuchen zu entfernen, indem du die Blattlaus mit einem kräftigen Strahl abspülst.

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