Ficus (Geigenfeige)

Der Ficus ist einer der bekanntesten und beliebtesten Zimmerpflanzen. Falls du jemals in einem Wohnzimmer oder Büro stehen und dich fragt jemand welche Pflanze das ist, wette dann immer auf den Ficus, es besteht nämlich eine große Chance, dass das stimmt. Aber die Ficus Pflanzen waren nicht immer ruhige Pflanzen, ihre Wurzeln liegen nämlich im Südost-Asiatischen Dschungel, wo sie hunderte von Jahre alt werden konnten. Die Beliebtheit kommt hauptsächlich dadurch, dass ein Ficus einfach zu verpflegen ist und lange überleben kann. Klingt wie ein idealer Lebenspartner, oder?

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  • Mittelmäßig viel
  • Alle 2 Jahre
  • Stark luftreinigend
  • Licht, keine direkte Sonne
  • Leicht giftig
  • 1x im Monat (Sommer)

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  • Der Ficus ist eine extrem diverse Pflanzenart. Es gibt unzählige Sub-Gewächse, die in Aussehen stark abweichen können. Du kannst Ficussen auch überall auf der Welt begegnen. Der Ficus Carica, der Feigenbaum, kommt hauptsächlich im Mittelmeergebiet und wird dort schon seit tausenden Jahren wegen der Essbaren Feigen angebaut. Eine andere Sorte, der Ficus Elastica, ist bekannt als der Gummibaum. In vergangenen Jahrhunderten wurde diese Pflanze hauptsächlich für die Gummiproduktion verwendet. Die Ficussorten, die als Zimmerpflanzen verkauft werden, kommen aus den Regenwäldern in Südost-Asien. Thailand, Malaisia und Indien werden oft als Herkunftsländer des Ficus genannt. Eine ziemlich bereiste Pflanze also, der Ficus!
  • Ficusse sorgen nicht nur für eine natürliche Atmosphäre, sondern auch noch für eine gesunde Arbeits- und Wohnumgebung! Der Ficus gehört nämlich zu den 10 besten Luftreinigern der Welt, laut NASA Studien. Sogar noch besser: Der Ficus steht selbst zwei Mal in der Liste! Dadurch, dass ein Ficus Co2 aus der Luft zieht und dies in Sauerstoff umwandelt, sorgt die Pflanze für bessere Luftqualität zu Hause. Luftqualität ist für unzählige Aspekte unseres Lebens wichtig, wie zum Beispiel Kreativität, Produktivität, Erinnerung, Sinnesentwicklung und Reaktionsgeschwindigkeit. Es wurde sogar wissenschaftlich bestätigt, dass grüne Pflanzen in Büros für 15% mehr Produktivität sorgen. Kurz und gefasst sorgen Ficusse also dafür, dass du durch deine Produktivitätssteigerung mehr Geld verdienst und weniger Geld für Versicherungskosten ausgibst. Und es ist natürlich ein schönes Teil, so ein Ficus! Also Win-Win-Win!
  • Der Saft des Ficus ist weiß und kann Hautirritationen verursachen, wenn du damit in Berührung kommst. Ein Ficusblatt zu essen ist dadurch auch nicht empfohlen. Passe also besonders auf, dass Kinder die Blätter nie in ihr Mund nehmen. Es ist zwar nicht lebensgefährlich, aber kann Irritationen auslösen. Der Ficus ist sonst eine sehr freundliche Pflanze!
  • Der Ficus kommt ursprünglich aus dem Regenwald und liebt Wasser. Eine gute Richtlinie ist, dafür zu sorgen, dass die Erde immer leicht feucht ist. Feucht heißt, dass die Erde nicht mehr von Wasser trieft, aber auch nicht staubtrocken ist. Du kannst deinen Finger in die Erde stecken, um es zu testen. Wenn du dein Finger wieder rausholst und keine Erde daran klebenbleibt, ist die Erde zu trocken und du kannst ihm ein Schlückchen Wasser geben. Im Prinzip brauchst du einen Ficus nur einmal in der Woche zu gießen. Hierfür benutzt du am besten Wasser mit Zimmertemperatur, vor allem im Winter. Wie viel Wasser dein Ficus genau braucht, hängt davon ab, wie groß er ist und welche Jahreszeit es ist (im Sommer verbraucht eine Pflanze mehr Energie und braucht deswegen auch mehr Wasser).
  • Dadurch, dass der Ficus an das Klima in Südost Asien gewöhnt ist, wo die Sonne ein bisschen stärker ist, steht er in Deutschland am liebsten in so viel Sonnenlicht wie möglich. Probiere, den Ficus auch so nah wie möglich ans Fenster zu stellen, am besten nach Süden, hier kommt nämlich am meisten Sonne rein. Vergiss nicht, deinen Ficus alle paar Wochen zu drehen, sodass alle Seiten mal etwas Sonne abbekommen, sonst kann es nämlich passieren, dass die Pflanze an einer Seiter ganz kahl wird, und das wollen wir natürlich nicht. Passe auch darauf auf, dass du dem Ficus mehr Wasser gibst, wenn er in der prallen Sonne steht, und etwas weniger gibst, wenn die Pflanze an einem dunkleren Platz steht. Zuletzt ist es auch noch wichtig, dass ein Ficus nicht im Luftzug steht, also an einem offenen Fenster oder einer Tür, dadurch kommen nämlich häufig Krankheiten, und es besteht höheres Risiko, dass sich die Pflanze sich erkältet.
  • Auf manchen Gebieten sind sich Pflanzen und Menschen schon ähnlich. Wir Menschen können ohne Probleme überleben, wenn wir keine extra Vitamine oder Nährstoffe aufnehmen. Allerdings ist die Chance, krank zu werden, kleiner und der Muskelaufbau funktioniert besser, wenn wir es tun. Dasselbe gilt für Pflanzen. Sie brauchen zwar nicht unbedingt extra Nährstoffe und Dünger, aber sie können dann ein bisschen besser wachsen und weniger Krankheiten bekommen. Du kannst deinem Ficus also am besten alle zwei Wochen im Sommer etwas Dünger geben.
  • Das Umtopfen einer Pflanze sollte ab und zu geschehen, da die Nährstoffe in der Erde irgendwann ausgehen und die Pflanze irgendwann zu groß für ihren Topf. Oft topft man eine Pflanze deswegen in einen größeren Topf, aber man kann auch einfach nur neue Erde in den derzeitigen Topf tun und die Pflanze wieder zurückzupflanzen. Die Pflanze wird dann zwar nicht wirklich wachsen, aber achte dann darauf, dass die Pflanze genügend Nährstoffe hat. Ein Ficus will ungefähr einmal pro Jahr in einen neuen Topf umgetopft werden. Beim Umtopfen in einen größeren Topf wird der Ficus erstmal schnell wachsen, passe hier also gut auf.
  • Wenn ein Ficus sehr groß wird oder nicht so schöne Sprößlinge bekommt, kannst du ihn am besten im Herbst schneiden. Das Schneiden hilft, weil die Pflanze dann wieder mehr Nährstoffe für neue Äste hat, und wieder mehr Licht auf den Stamm fällt. Durch das Schneiden sorgst du also dafür, dass du einen schönen, vollen Ficus hast, der nicht zu groß wächst oder Sprößlinge hat. Zu lange Äste kannst du einfach mit einer Gartenschere oder Messer wegschneiden. Aus der Wunde kommt dann ein weißer Saft, den du eventuell mit Asche stoppen kannst, aber das ist nicht unbedingt notwendig.
  • Wie schon gesagt, kann der Ficus krank werden, wenn er im Luftzug steht. Es kann allerdings auch sein, dass Krankheiten von Menschen oder Haustieren auf die Pflanze übertragen werden. Es ist deshalb gut, um ihn alle paar Wochen auf Krankheiten und Schädlinge zu kontrollieren. Besprühe auch die Blätter des Ficus regelmäßig mit Wasser aus einer Sprühflasche, das findet die Pflanze nämlich nicht nur super, es entfernt auch Insekten und Schädlinge. Ficusse sind unter anderem sensibel für Läuse und Milben. Du kannst alle Sorten der Laus auf dem Ficus antreffen, aber vor allem die Wollaus. Läuse scheiden eine klebrige Substanz aus, die auf den Blättern klebenbleibt, und manchmal auf die Erde fällt. Wenn dein Ficus also klebrige Blätter hat, solltest du gründlich nach Läusen schauen. Folge dem Link hierunter, um eine Übersicht aller Krankheiten zu sehen, und wie sie zu bekämpfen sind.

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